Studie

Politikstile

Wie Medien sie deuten und warum Emotionen und Symbole das Demokratievertrauen beeinflussen

Die Menschen im Land haben klare Erwartungen an Politiker*innen: Sie sollen kommunikativ, ehrlich, kompromissfähig und empathisch sein und dazu fachlich kompetent und erfahren. Was sie über Politiker*innen denken, basiert maßgeblich auf der Berichterstattung in den Leitmedien.

Die Studie untersucht anhand von 613 Beiträgen in Zeitungen und Magazinen, wie Journalist*innen persönliche Politikstile deuten – in Kommentaren, Porträts und kleinen Geschichten über Spitzenpolitiker*innen von Friedrich Merz über Boris Pistorius bis zu Annalena Baerbock und Heidi Reichinnek. Das Ergebnis ist deutlich: Sachkompetenz und Erfahrung bleiben in der Betrachtung weitgehend unberücksichtigt. Symbolik und Emotion dominieren die Berichterstattung.

In Zeiten gesunkener Vertrauenswerte in demokratische Politik tragen die Medien eine besondere Verantwortung, Sachkompetenz und Erfahrung stärker zu berücksichtigen. Zugleich ist es die Aufgabe von Politik und politischer Bildung, die Wirkung von Emotionen und Symbolen ernst zu nehmen.

Produktdetails
Veröffentlichungsdatum
Mai 2026
Herausgegeben von
Heinrich-Böll-Stiftung
Seitenzahl
76
Sprache der Publikation
Deutsch
Inhaltsverzeichnis

Vorwort 

Ergebnisse im Überblick 

1 Einleitung: Die Deutung von Politikstilen und ihre Relevanz für das
   Demokratievertrauen

2 Über die Studie: Definitionen, Konzepte und Methoden
   2.1 Politikstil: Definition und die Relevanz seiner Deutung
   2.2 Zum Zusammenspiel zwischen Politik, Medien und Repräsentation für
         die Orientierung von Bürger:innen 
   2.3 Studiendesign und Datenkorpus

3 Politikstile in Leitmedien: Deutungsmuster im Überblick
   3.1 Der Grundton ist überwiegend negativ
   3.2 Symbolik und Emotion: Interaktion, Charakter und Rhetorik dominieren
   3.3 Deskriptive Merkmale spielen selten eine Rolle – und eher bei Frauen
   3.4 Substanzielles wird selten thematisiert – eine vertane Chance?
   3.5 Zusammenfassung des Mappings von Politikstilen


4 Fallvertiefungen: Die Bedeutung von Symbolik und Emotion
   4.1 Symbolische Muster
   4.2 Zeitliche Konjunkturen 
   4.3 Politische Rollen
   4.4 Die Bedeutung des Privaten
   4.5 Erscheinungsbild und Identität
   4.6 Das Ringen um Deutungsmacht
   4.7 Interaktion und Vernetzung

5 Fazit: Politikstil-Deutungen als Orientierungsfaktor in Demokratien

Danksagung der Autor:innen

Die Autor:innen

Literaturverzeichnis

Endnoten

Schlagworte